Therapien A-Z

 

Atemtherapie

Die Atemtherapie nimmt durch passive und aktive Maßnahmen Einfluss auf die Atmung.
Sie kommt zum Einsatz:

Bei Asthma Bronchiale
Bei Akuter und chronischer Bronchitis
Bei Verspannungen im Bereich des Brustkorbes
Bei Bettlägrigkeit
Zur Vorbeugung gegen Lungenentzündung

 

Beckenbodengymnastik

Bei der Beckenbodengymnastik wird durch gezielte Übungen die Muskulatur im unteren Becken trainiert.
Sie kommt zum Einsatz:

Nach Unterleibsoperationen
Bei Harninkontinenz
Nach einer Geburt zur Kräftigung der gedehnten Beckenbodenmuskulatur

 

Bobath-Therapie

Die Bobath-Therapie wurde von dem Ehepaar Karel und Bertha Bobath, einem Arzt und einer Krankengymnastin, über viele Jahrzehnte entwickelt und wird von deren Nachfolgern ständig erweitert und verfeinert. Sie zielt auf Bewegungsstörungen ab, die aufgrund von Erkrankungen im zentralen Nervensystem entstanden sind. Sie hilft gelähmten Patienten dabei, sich der normalen Bewegung anzunähern und Verkürzungen von Muskulatur zu verhindern.
Um Bobath-Therapie anbieten zu können, muss eine Zusatzausbildung mit Prüfung absolviert werden.
Sie kommt zum Einsatz:

Für Patienten nach einem Schlaganfall
Bei Halbseitenlähmung
Bei Multipler Sklerose
Bei Querschnittslähmung

 

Brügger-Therapie

Die Brügger-Therapie ist eine Methode zur Analyse und Behandlung von Störungen am Bewegungsapparat, die sich vorwiegend mit der Haltung des Patienten befasst. Brügger Therapeuten sind in der Lage, Störungen in Bewegungsystemen zu erfassen und gezielt zu behandeln. Dabei wird nicht ausschließlich am Ort des größten Schmerzes behandelt, vielmehr sucht die Therapeutin nach den auslösenden Faktoren, die zum Teil weit vom Schmerzgeschehen entfernt liegen können. Auch für diese Methode ist eine gesonderte Ausbildung zu absolvieren.

 

Eisbehandlung

Eisbehandlung wird vorwiegend eingesetzt bei schmerzhaften Bewegungseinschränkungen. Sie setzt die Schmerzempfindung herab und fördert die Durchblutung des betroffenen Körpergewebes.
Außerdem kann sie bei spastischen Lähmungen den Spannungszustand der Muskulatur reduzieren.

 

Elektrotherapie/Ultraschall

Durch speziell modulierte Ströme und Ultraschallwellen kann gezielt auf jede Art von Körpergewebe eingewirkt werden. Dies dient der Durchblutungsförderung und Schmerzlinderung des Gewebes und kann auch zur Kräftigung von gelähmter Muskulatur eingesetzt werden.

 

Fango/Heißluft

Fango und Heißluft bereiten die Muskulatur auf eine Behandlung mit dem Ziel der Lockerung vor. Beides kann genauso zur Entspannung nach der Behandlung angewendet werden.

 

Krankengymnastik

Die allgemeine Krankengymnastik nimmt Einfluss auf die Mobilität und die Stabilität des gesamten Bewegungsapparates. Durch gezielte Übungen werden schwache Muskeln gekräftigt, verkürzte Muskeln gedehnt und das Bewegungsausmaß der Gelenke verbessert.
Sie kommt zum Einsatz:

Bei Schmerzen an Muskeln und Gelenken durch Verschleiß o. Fehlbelastung
Bei Knochenbruch
Bei Haltungsschaden
Bei Bandscheibenvorfall
Nach einer Operaton oder einem Unfall
Zur Mobilisierung bei Bettlägerigkeit

 

Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage dient vor allem als Entstauungstherapie ödematöser Körperregionen, welche nach Verletzungen oder Operationen entstehen können. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorbehandlung oder einer Entfernung vom Lymphknoten angewendet. Durch verschiedene Grifftechniken wird das Lymphsystem aktiviert und die im Gewebe gestaute Flüssigkeit in Fluß gebracht. Elementar für den Erfolg der Behandlung ist eine gute Bandagierung oder Bestrumpfung im Anschluss an die Behandlung.



Manuelle Therapie

Die Manuelle Therapie ist eine verfeinerte Methode der Krankengymnastik. Durch sie ist die Therapeutin in der Lage, gezielt auf die betroffene Struktur einzuwirken. Durch spezielle Tests, kann sie erkennen, ob eher eine Störung der Muskulatur vorliegt oder ob ein Gelenk bzw. ein Nerv betroffen ist. Dadurch ist ihr ein zielgerichtetes Vorgehen möglich. Für jede der gesamten Strukturen gibt es besondere Behandlungsmethoden, die in einer berufsbegleitenden Zusatzausbildung mit abschließender Prüfung vermittlet werden.

 

Massage/Bindegewebsmassage

Die klassische Massage dient vorwiegend der Lockerung verspannter Muskulatur sowie der allgemeinen Entspannung. Als Vorbereitung für eine krankengymnastische Behandlung oder deren Ergänzung ist sie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Die Bindegewebsmassage wirkt speziell durch gezielte Griffe auf das Bindegewebe ein. Sie löst verhärtetes Bindegewebe und wirkt oft spontan schmerzlindernd.

 

Rückbildungsgymnastik

Durch die Rückbildungsgymnastik werden die bei der Geburt stark beanspruchten Strukturen, vor allem die Bauch- und Beckenbodenmuskulatur durch spezielle Übungen gekräftigt.

 

Schlingentisch

Im Schlingentisch entsteht durch Aufhängen einzelner Gliedmaßen, Teile des R ückens und der Beine oder des ganzen Patienten eine Entlastung einzelner oder mehrerer Gelenke. So kann die Therapeutin ein Gelenk behandeln, ohne dass Belastung durch das Körpergewicht oder die Schwerkraft auf das Gelenk einwirkt. Dies kann zu einem spontanen Rückgang von Schmerzen führen und wird von den meisten Patienten als sehr angenehm empfunden.

 

Skoliosebehandlung nach Schroth

Wesentlicher Bestandteil dieser Therapie bei Wirbelsäulenverkrümmungen ist die Drehwinkelatmung. Über sensomotorische Rückkopplungsmechanismen wird das Haltungs- und Bewegungsempfinden der betroffenen Patienten trainiert, um eine selbständige Korrektur der Krümmungen zu erreichen.
Elementar für die Behandlung ist die Befundaufnahme, nach der sich der Therapieplan richtet. Die erlernten Korrekturen sollen von den Patienten selbständig im Alltag eingesetzt werden.